ERP-Product-Builder

APIsol durfte für eine Produktfamilie, welche frei konfigurierbar ist und jährlich in über 2500 verschiedenen Konfigurationen vertrieben wird, einen Product-Builder im ERP realisieren.

Im ERP-Programm Microsoft AX werden die einzelnen Parameter und Optionen in einem Product-Builder eingetragen. AX startet Excel im Hintergrund, sucht nach festgelegten Listenpreisen oder ermittelt den Produktpreis und die zur Erstellung einer Stückliste im ERP notwendigen Angaben.

Während die Programmierung im ERP mittels X++ erfolgt, enthält das Excel ein VBA-Makro.

Arbeitsablauf mit Kalkulator

Anstatt hunderter Artikel für ein Produkt, gibt es nur noch einen Artikel, der über einen Product-Builder konfigurierbar ist.

Der Builder bietet eine Benutzeroberfläche, in der die gewünschten Parameter und Optionen gewählt werden können. Je nach getroffener Auswahl werden ungültige Optionen ausgeblendet.

Nach Beendigung des Builders wird automatisch der Produkt-Code erstellt und an eine Excel-Instanz, welche im Hintergrund läuft, übergeben.

Wenn für diese Konfiguration ein gültiger Listenpreis vorhanden ist, wird dieser verwendet, andernfalls wird der Preis kalkuliert und ins ERP zurückgegeben.

Nachdem der Preis bestimmt ist, wird der Artikelkonfiguration eine Stückliste angehängt, welche sämtliche Bestandteile des Produkts in der richtigen Menge und derselben Reihenfolge wie auf den Fertigungsunterlagen aufführt.

Ergebnis

Sowohl das manuelle Kalkulieren der Produktpreise, wie das Durchsuchen bestehender Kalkulationen und das Editieren der Stücklisten entfällt vollständig.

Die bis dato unzähligen Artikel wurden durch einen einzigen ERP-Artikel ersetzt. Allfällige Produktänderungen, wie z.B. die Änderung einer Materialbezeichnung, sind somit schnell eingepflegt.

Da die Eingaben des Benutzers beim Konfigurieren überwacht werden, wird die Auswahl zur Verfügung stehender Optionen je nach Wahl eingeschränkt und in Echtzeit auf Gültigkeit überprüft. Falsche Eingaben sind so unmöglich.

Sowohl Verkaufspreis wie Herstellkosten werden ins ERP übertragen. Dadurch wird die Marge immer korrekt ermittelt.

Jede Konfiguration erhält eine eindeutige Laufnummer sowie den vollständigen Produktnamen nach einheitlicher Nomenklatur. Dadurch ist eine detaillierte Umschlagsstatistik möglich.

Einzelne Konfigurationen haben einen Sollbestand sowie einen Lagerort hinterlegt, alle anderen werden just-in-time gefertigt.

Für jede Konfiguration wird eine Stückliste angelegt, welche sämtliche Einträge aus der Preiskalkulation enthält. Diese muss vom AVOR lediglich kontrolliert werden.

Das Rohmaterial sowie die Halbzeuge werden nach Freigabe automatisch aus dem Lager gebucht.

Marktgerechte und einheitliche Preisgestaltung für sämtliche Konfigurationen ist nun möglich. Da die Preisberechnung in nur einer zentralen Excel-Tabelle erfolgt, sind Anpassungen schnell vorgenommen.